Erfahren Sie mehr über die Ursprünge der Heißluftballonfahrt

Die Brüder Montgolfier, Joseph-Michel und Jacques-Étienne, waren Söhne eines Papiermachers in Annonay, Frankreich. Ihre bahnbrechende Erfindung, der Heißluftballon, entstand aus einer Mischung aus Neugier, Experimentierfreude und einer Prise Genie.

Schon in den 1770er Jahren hatten die Brüder das Phänomen der aufsteigenden heißen Luft beobachtet – beispielsweise, wie Rauch von einem Feuer in die Höhe stieg. Sie begannen, mit kleinen Papierbeuteln zu experimentieren. Sie füllten diese mit heißer Luft und sahen zu, wie sie zur Decke schwebten.

Am 4. Juni 1783 fand in Annonay der erste öffentliche Flug statt. Die Brüder hatten einen Ballon aus Leinen und Papier gebaut, der 11 Meter im Durchmesser war. Sie füllten ihn mit heißer Luft, die durch das Verbrennen von Stroh und Wolle erzeugt wurde. Der Ballon stieg 2000 Meter in die Höhe und legte eine Strecke von 2 Kilometern zurück, bevor er wieder landete. Die Brüder nannten das Gerät „Montgolfière“.

Am 19. September 1783 fand der nächste spektakuläre Flug vor König Ludwig XVI. in Versailles statt. An Bord befanden sich die ersten lebenden Passagiere: ein Ziegenbock, eine Ente und ein Hahn. Der Flug dauerte etwa 8 Minuten und die Tiere überlebten, bis auf eine kleine Flügelstauchung unbeschadet.

Am 21. November 1783 war es endlich so weit und die Montgolfière mit dem Namen Reveillon erhob sich mit zwei Freiwilligen an Bord in die Luft. Die Fahrt über Paris dauerte 25 Minuten und endete ohne Schaden neben einer Mühle in Croulebarbe.

Die Montgolfiers waren keine Wissenschaftler im modernen Sinne, sondern eher intuitive Erfinder. Sie glaubten fälschlicherweise, dass der Rauch selbst das Auftriebsmittel sei, und nicht die heiße Luft. Trotz dieses Irrtums hatten sie eine der bedeutendsten Erfindungen der Menschheitsgeschichte geschaffen. Ihr Beitrag ebnete den Weg für die Luftfahrt und inspirierte unzählige Wissenschaftler und Erfinder, die in ihre Fußstapfen traten.

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmst du dem zu.